Vorbereitung: Musterung - Projektvergabe - Hospitation - Seminar in Osek - Ausreise
Projektvergabe
Verteilung der Freiwilligen
auf die Projektstellen
Die Freiwilligen wurden von der Kirche im Rheinland auf die einzelnen
Projektstellen verteilt, schließlich waren dafür auch die Bewerbungsgespräche
entscheidend gewesen. Ausgenommen der Leute, die nach Russland oder in die USA
gehen, denn dort wird mit Partnerorganisationen zusammen gearbeitet.
Für mich ist deshalb die United Church of Christ (UCC) zuständig,
die für alle Staaten der USA ein zentrales Freiwilligenprogramm organisiert,
in dem wir "mitschwimmen". Es galt hierfür einen 32(!)-seitigen
Bewerbungsbogen auszufüllen, dem auch Referenzen über uns selbst beizufügen
waren. Natürlich war aber klar, dass wir in jedem Fall genommen werden.
Diese Hürde war recht schnell genommen (April).
Ich erwartete zwar keine direkte, aber eine rechtzeitige Antwort, in der mir
mitgeteilt würde, wo ich denn nun in den USA was machen würde.
Die Tage gingen ins Land, ich machte mein Abitur und langsam begann ich mich
zu fragen, wann ich denn erfahren würde, wo es hinginge. Schließlich
interessierte das nicht nur mich, sondern auch meinen potenziellen Unterstützerkreis,
den man um Spenden für ein Projekt bitten musste, von dem man selbst keine
Ahnung hatte! Auch Freunde und Familie stellten Fragen, die auch mich interessierten,
auf die ich aber keine Antwort wusste.
Erst telefonierte ich mit der Kirche im Rheinland, dann begann ich Emails an
die UCC in Amerika zu schreiben und als es immer knapper wurde auch dort anzurufen.
Erst letzteres brachte dann auch Ergebnisse: man werde sich darum bemühen.
Ein Anfang.
Dann fuhr ich in Urlaub, es waren noch gut 3 Wochen bis zu meinen Vorbereitungsseminaren.
In Ungarn dann um 9 Uhr (natürlich viel zu früh für mich) ein
Anruf von der Ralf: "Nils, eure Projekte stehen fest. Wohin du kommst,
sage ich dir aber nicht. Okay, doch. Du gehst nach Alamosa."
So hatte auch ich endlich mein Projekt – 10 Tage vor dem ersten Seminar in Köln.
Doch damit fing erst alles an. Hatten andere Freiwillige bereits im März
Adresse und Ansprechpartner ihres Projektes, ich hatte es nicht. So konnte ich
mich nicht, wie der Großteil von uns, bereits um Visum, Flug, Absprachen
mit dem Projekt usw. gekümmert haben und es wartete eine Menge Arbeit auf
mich, von der ich dachte, ich hätte sie früher erledigen können!
Nicht nur, dass es mir dabei besser gegangen wäre, auch hätte es allen
Beteiligten etwas weniger Streß bereitet und ich hoffe, die nächsten
Freiwilligen erleben nicht so viel "Trouble" wie ich.
Was das für Trouble war? Zu lesen unter "Ausreise"!
© Nils Utz || Erstellt:
14.08.2003