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Frühlingsgefühle, Berge, Bandalier & Los Alamos

Von admin, 8. März 2004 12:00

Ein langer Arbeitstag stand mir heute bevor. Wie üblich begann er um
6:30 Uhr im Milagros, das zwar mit viel Trinkgeld aber dennoch wenig Besuchern
aufwartete, so dass viel Zeit zum Entspannen war, wie die Zeitung zu lesen.
Gegen Mittag waren die Temperaturen schon auf 58°F gestiegen und das T-Shirt
war Schutz genug gegen die leichte Briese, als ich um 14:30 Uhr vom Milagros
zur Food Bank wanderte. Dort war heute ganztags Frühjahrsputz angesagt!
Das war allerdings auch dringenst nötig gewesen!! Glücklicherweise
konnte die letze Truppe von Freiwilligen (Studenten, die eine Woche während
ihrer Semesterferien in Alamosa sind und Freiwilligendienst leisten) unseren
großen Raum am Ende der Food Bank verputzen und streichen, so dass wir
ihn nun wirklich als ganzen Raum nutzen können und es hoffentlich nicht
mehr hereinregnet und die Temperaturen nicht mehr unter den Gefrierpunkt fallen.
So konnten wir heute endlich Tonnen von Lebensmitteln (ihr solltet sehen,
wie viel Lebensmittel wir haben! Allein ca. 8 mannshoch gestapelte Paletten
Mehl…) von unserem Lagerraum am Rand der Stadt in die Food Bank bringen,
wo wir es hoffentlich schneller verwenden können und es keinen weiteren
Mausattackten ausgesetzt ist.
So war ich erst um 17:30 Uhr fertig mit meinem Arbeitstag, der nur 15min.
Pause zuließ. Aber alles entschädigte für zwei suberere Räume
in der Food Bank und vor allem endlich wieder auf der Laderampe eines Pickup-Trucks
im T-Shirt durch das Land cruisen zu können! =)

Überhaupt fange ich an, das Tal zu lieben. Man muss die Vorteile der
Wüste erkennen: zwar gibt es in der direkten Umgebung nicht viele Bäume,
was einem aber einen umwerfend weiten Blick ermöglicht. So kann ich 10min
ausserhalb der Stadt jeden Berg sehen, der das Tal umgibt (mehr 3 Autostunden
lang) – zur Zeit umwerfend, wo die Sonne von einem strahlend blauen Himmel
ohne Wolken auf verschneite Berggipfel scheint…

"Du magst das Wetter in Colorado nicht? Warte fünf Minuten!",
lautet ein Sprichwort. So hatten wir zwar ein frühlingshaftes Wochenende,
aber am Freitag noch hatte es in Alamosa so heftig geschneit, das man nicht
mehr als 10m weit sehen konnte, der Verkehr zum Erliegen kam und Schneeschaufeln
angesagt war. Das ist nun alles wieder geschmolzen.
Auf Grund des Wetters, beschlossen Mikki und ich am Sonntag (gestern) zu den
Sand Dunes zu fahren und dort ein bisschen herum zu wandern, was sehr schön
war – schließlich waren wir das letzte Mal im August dort gewesen!

Am Samstag fuhren Mikki und ich nach New Mexico und brachen dieses Mal noch
nicht einmal mit unserem Auto zusammen ;) Morgens ging es los und zwei Stunden
später befanden wir uns auf einer malerischen Bergstraße an den
Ausläufern der Sangre de Cristo Mountains, die spektakuläre Blicke
eröffnete und uns durch viele abenteuerlich kleine Straßen führte,
vorbei an schönen Friedhöfen und kleinen spanischen Dörfern.
In Santa Fe besuchten wir leider nur den Einkaufsmarkt um frisches Gemüse
zu bekommen, weil wir keine Zeit für den Bandalier Nationalpark verlieren
wollten.
Dort sahen wir uns die Ruinen einen alten indianischen Pueblos an, das auch
Felswohnungen beinhaltete, in denen man sich über Leitern hineinsetzten
konnte. Auf Grund des wunderbaren Wetters beschlossen wir auch eine kleine
Wanderung zum Rio Grande zu unternehmen, der von einem Bach hier in Alamosa
dort unten schon ziemlich breit durch einen tiefen Canyon führt, vorbei
an zwei Wasserfällen. Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir wieder
unser Auto. Das Highlight waren neben den Höhlenwohnungen auch die Begegnung
mit Rehen gewesen, die dieses Mal fotogen drei Meter vor uns auf dem Weg standen
und sich gerne abbelichten ließen!
Gegen Abend rasten wir dann nach Los Alamos, der Stadt, in der die Atombombe
entwickelt wurde und auch heute noch militärische Neuheiten in vielen
versteckten Laboratorien entwickelt. Mehr als Labore gibt es allerdings auch
wirklich nicht! Irgendwie schafften Mikki und ich es aber durch ein falsches
Straßenschild in eines dieser Hochsicherheitslabore hineinzufahren.
Wir waren beide überrascht, als die zweispurige Straße in gleißem
Flutlicht erstrahlte und drei Soldaten unser Auto umgaben, dann allerdings
mehr als freundlich den richtigen Weg wiesen.
Im eine Stunde entfernten Taos wollten Mikki und ich die Vollmondnacht eigentlich
in einer natürlichen Thermalquelle am Rio Grande verbringen, aber wir
konnten sie leider nicht finden, da es zu dunkel war. So erreichten wir Alamosa
500 Meilen später am späten Abend.

Zur Zeit verbringe ich einen großteil meiner Freizeit in Reiseführern
über New York City und sollte wohl auch mit den Planungen zu Philadelphia
anfangen, aber es gibt einfach zu viel zu lesen und im Internet zu organisieren…

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Alles neu macht der Oktober

Von admin, 24. Oktober 2003 12:00

Good days for the Food Bank: Wir bekamen die Tage von Safeway eine grosse Menge an Spenden, viel gutes Zeug wie Salat usw. Das konnten wir auch gut gebrauchen, denn am Freitag bedienten wir 15 Personen, die für insgesamt 59 Leute Essen bekamen – harte Arbeit!
Was die Arbeit in der Food Bank aber wirklich agenehmer machte, ist, dass einige Leute wie vom Teufel besessen unsere zwei Lagerraeume säuberten und man nun nicht mehr zwischen Stühlen und Tischen nach Essen suchen muss, sondern alles sauber und ordentlich sortiert ist. Desweiteren bekamen wir für unseren Lagerraum ein Garagentor einmontiert, so dass wir sehr einfach große Paletten ein- und ausladen koennen. Auch eine neue seitentür für Besucher wurde installiert und wir arrangierten einiges fuer unsere Besucher neu, was für beide seiten ein Erfolg sein wird. Aussserdem haben wir mehr Kühlschraenke in unseren Besucherraum getragen (heute, was viel Arbeit war!), so dass wir mehr Platz fuer Milchprdoukte usw. haben.
Seit gestern wird auch endlich unser Dach repariert. Wir bekamen Ende September eine große Spende von $10.000, weil es bei jedem noch so kleinen Regen in einen unserer Lagerräume regnete – und das nicht zu knapp, ein Badesee wollte ich bereits eröffnen!! Das soll nun hoffentlich bald ein Ende haben…..

Nach der Arbeit war ich nochmal was radeln und habe wieder Rehe aus nächster Nähe gesehen und überhaupt die Zeit sehr genossen, wie einen schönen Sonnenuntergang gesehen.
Desweiteren laufen die Planungen für Weihnachten, die ich zu 99% bei Mikkis Eltern in Minnesota verbringen werde (Link www.kenadian.com). Ihre Eltern werden übrigens in wenigen Minuten hier eintreffen und bis Montag Mittag bleiben – da sind wir doch mal gespannt, wie’s läuft. ;)
Morgen geht’s dann mal wieder wandern, den naechsten 14.000er erklimmen und mich um 5 Uhr aus dem Bett holen. Oh my gosh! However, on Sunday I’ll join Mikki and her parents to do something cool. Nice weekend! Hopefully….. =)

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