Nachrichten getagged: Hospital

Mein Alltag

Von admin, 17. März 2009 23:00

Sorry guys, one in German again ;)

Mein Tag beginnt zwischen 8.00 und 8.30 Uhr, je nachdem, wie muede ich bin, nachdem mein Mitbewohner bereits um 6.30 Uhr aufsteht (wir teilen ein Zimmer).
Morgens ist es im ER bis 11 Uhr meist sehr ruhig, sodass diese Zeit entweder die langweiligste ist (weil alle Zeitung lesen), oder aber die interessanteste (wenn jemand etwas erklaert).
Da (meiner Meinung nach) die Patienten sehr lange “liegen”, fuellen sich die Betten zum Mittag hin immer schneller auf, sodass es am Nachmittag immer mehr Patienten als Betten gibt. Alsbald streiten sich Angehoerige mit Aerzten ueber Betten und der Rettungsdienst steht Schlange, bis er endlich einen Patienten irgendwo absetzen kann. Da wird es dann meistens etwas lauter, im doppelten Sinn.
Um 16 Uhr wird dann das Chaos an die naechste Schicht abgegeben. An manchen Tagen mache ich die Uebergabe mit, an anderen Tagen verabschiede ich mich frueher. Es scheint keinen wirklich zu interessieren und ich weiss selbst nicht, ob ich darueber froh oder traurig sein soll.

Ich kann eigentlich tun und lassen was ich will. Das ist gut, wenn man etwas frueher gehen moechte, aber schlecht, wenn man etwas lernen moechte, was ich eigentlich auch sehr gerne tun wuerde.
Dazu haenge ich mich meist an einen der zwei residents (AiPler). Diese sehen immer die neuen Faelle und erheben dazu die Anamnese und nehmen Blut ab. Dann geht es auf zum naechsten neuen Fall. Ich stehe meistens daneben und hoere auch einmal auf die Lunge.
Der Oberarzt nimmt sich ca. 1 Stunde spaeter die Akten und tippt die Laborwerte ab, um sich im Anschluss eine Diagnose zu ueberlegen. Leider laesst mich dieser nur in Ausnahmefaellen wissen, was er gerade tut, sodass ich – trotz allem Engagement das ich zeigen koennte – niemals mitbekomme, wie die Geschichte eines Patienten weiter geht – und das ist auch der Punkt, der mich etwas frustriert, denn schliesslich waere gerade dieser Schritt so lehrreich.

Dafuer ist mittlerweile das “Eis” im Team ein wenig gebrochen. Alle Studenten und residents sprechen mittlerweile mit mir, sodass nur noch die Schwestern und die Sekretaerin meine Praesenz ignorieren.

Urspruenglich wollte ich versuchen die Abteilung zu wechseln, aber dazu habe ich bisher trotz allem noch nicht den Willen aufgebracht.
Grund ist vor allem Gabi, die mir weiterhin alles uebersetzt, wenn ich bei ihr bin. Schoen ist es immer, wenn ein Patient doch Englisch oder Deutsch spricht (max. 1 / Tag) und ich so die Anamnese verstehe und mich auch selbst etwas besser verstaendigen kann.

Auf das Team bin ich ja schon im “Diversity”-Artikel etwas eingegangen, sodass ich hier ersteinmal nicht mehr schreibe.
An manchen Tagen habe ich mich gefragt, warum es eigentlich so selten um den Menschen hinter dem Patienten geht und eigentlich fast immer nur daraum seinen “Job” zu tun und sich viel zu strikt nur um das zu kuemmern, was man tun muss. An diesen Tagen scheint mir Israel zwar alles Wissen der westlichen Welt zu haben (ob gut oder schlecht), es aber nicht zu nutzen.
Auf der anderen Seite habe ich eine Reanimation erlebt, bei der die Kollegen hier vor Ort mich in allen Punkten begeistert haben!

Begeisternd erzaehlen die Kollegen mir auch immer, wofuer das Krankenhaus am bekanntesten ist: seine Kantine. Die Leute dort meinen es wirklich gut mit uns und so erhalten wir nicht nur das regelrechte Buffet im Stil von all you can eat sondern auch Fleischbeilagen bis wir platzen! Dieses mittaegliche highlight laesst uns immer mit viel zu vollen Bauchen und wenig Blut zum Denken und Handeln auf unsere Abteilungen zurueck schleifen…

Ich bin also gespannt, wenn auch etwas skeptisch, wie es weiter geht und was ich noch erleben werde!

2.Woche rum

Von admin, 11. März 2009 23:00

Die Zeit vergeht einfach zu schnell!! Ein guter Moment fuer eine Alltagsbeschreibung.

Mein Tag beginnt um 7 rum. Nach der Sicherheitskontrolle und dem taeglichen Kampf mit der Scrubs-Maschine suche ich mir mit Hilfe des Op-Plans, den jaja ich tatsaechlich einwenig verstehe, einen netten Saal aus. Bei der Einleitung uebernehme ich dann mal mehr und mal weniger erfolgreich die iv-Zugaenge (orangene Vigos muessen ueberall reingehen!!!!), Praeoxigenierung, Maskenbeatmung und Intubation.

Danach bleibe ich teilweise bei der Op, je nach Interesse, oder gehe weiter zur naechsten Einleitung. Waehrend der Op  wird mit mir viel durchgesprochen ,sowohl wann man welches Medikament gibt als auch Erklaerungen von der chirugischen Seite. Oder es werden mir Tipps zum Reisen, Infos zu Purim oder was sonst so interessant ist gegeben.

Um 10 rum gibts dann erstmal eine Fruehstueckspause mit Brot, Eiern, Quark und Marmelade. Das ist ein ganz guter Moment um sich mit Studenten oder anderen Aerzten unterhalten zu koennen, wobei auch manchmal das Thema Deutschland ansteht. Wobei aber , wie Nils schon schrieb, niemand uns einen Vorwurf macht. Fuer mich bleibt das Thema trotzdem schwierig.

Es folgen weitere Einleitungen und Ops bis ungefaehr 12 Uhr. Anschliessend mache ich mich auf den Weg und sammel Nils zum Essen ein .

Das Essen bleibt einfach fantastisch, metzuyian!!

Danach gucke ich dann ob ich noch 1,2 Einleitungen finde und dann ist der Tag im Krankenhaus auch schon durch!

Den Abend verbringen wir je nach Wetter und Laune hier in der Umgebung, in der Stadt  oder auch mal hier im Wohnheim (mit dem achso schnellen Pc, den ich etwas blockiere…)

Der Eindruck von dem Land ist einfach umwerfend. Ich fuehle mich so wohl, dass es auf jeden Fall nicht meine letzte Reise hierher war! Die Leute im Op sind alle sehr interessiert wie es mir geht, was ich so mache, ob alle auch nett zu mir sind etc. Egal ob in Englisch, Deutsch, Hebraeisch oder auch mit Haenden und Fuessen.

Soweit erstmal, jetzt muss das kommende Wochenende geplant werden, wo wir in den Norden fahren wollen!

Tag der Deutschen

Von admin, 9. März 2009 23:00

Heute war der Tag der Deutschen.

Waehrend ich bisher immer innerlich darauf gewartet, ja sogar gehofft habe, nach 3 Studenten hebraeischer Unterhaltung vielleicht kurz einem Patienten so gegenueber treten zu koennen, das ich meine koerperliche Untersuchung an ihm nicht beschaemend finde, kamen heute direkt mehrere Israelis in den ER, die aus Deutschland und Oesterreich stammen.
Sie kamen einer nach dem Anderen und jeder hatte seine ganz eigene Geschichte. Und ich hatte sogar genug Zeit, mich zwischen dem Trubel, der die Notaufnahme umgibt ein paar persoenliche Worte zu wechseln.

Allen gemeinsam war eine unheimlich “reife” Art mit diesem Thema umzugehen.
Ohne mit einer ganz bestimmten Reaktion zu rechnen als ich mich, wie immer, als deutschen Studenten vorstellte, war ich doch ueberrascht von allen Patienten von sich aus auf Deutsch angesprochen zu werden.

Eine Mann wurde ganz nostalgisch als er von seiner Arbeit in Graz erzaehlte. Jemand anderes vermisste die Wuerstchen und die Sauberkeit und kommt noch regelmaessig zu Besuch.
Eine Frau musste ich erst fragen, ob sie vor den NAZIs fliehen konnte. Als ich auf das Schweigen, das folgte, eine Antwort suchte, nahm sie meine Hand und sagte ganz selbstverstaendlich: “das ist ja nicht deine Schuld” und oeffnete damit den Raum fuer einen Austausch. Das hat mich sehr beruehrt.
Eine weitere alte Frau hielt mir mit den Worten: “ich mag noch nicht einmal die Sprache” ihren Arm unter die Nase, auf dem Ihre KZ-Nummer eintaetowiert war um mich im Anschluss trotzdem ihren Mann untersuchen zu lassen und sich sogar ueber ein Gespraech auf Englisch zu freuen.

Momente, die mir noch einmal das Grauen im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen fuehrten; mich erinnerten, das es noch immer Zeitzeugen gibt; mich erinnerte, das sich die schrecklichen Erlebnisse von damals so oder so  “eingebrannt” haben werden, aber die Nummern auf dem Armen es die Betroffenen jeden Tag wieder erinnern laesst.

Wahrscheinlich wird man denken, ich habe mir bereits vorher viel Gedanken zu diesem Thema / so einem Treffen meine Gedanken gemacht, mir vielleicht etwas ueberlegt.
So war es aber nicht. Ich wusste, das der Tag kommt und ich beschloss, die Dinge auf mich zukommen zu lassen und bin gut damit gefahren.
Erst im Austausch mit Kathrin ist mir dann aufgefallen, wie sehr ich mich seit meinem Jahr in den USA auf einen bestimmten Umgang mit diesem Thema festgelegt zu haben scheine. Mein Weg scheint mir zum Glueck recht sicher und stabil, es ist ein guter Weg, aber man weiss troztdem nicht, wann es Steinschlag gibt.

Ein spannendes Kapitel von dem ich mir, so schwer es auch manchmal scheint, mehr wuensche.

Krankenhaus 1+2

Von admin, 2. März 2009 20:43

I guess this will be one in German, too. Sorry ;)

Mein erster Tag war leider nicht so herzlich, wie in Kathrin erlebte. Dies liegt vor allem daran, dass ich kein Hebraeisch kann und mein Arzt kaum Englisch.
Waehrend mir die Schwierigkeiten beim Umgang mit Patienten deren Sprache man nicht spricht nach Nepal sehr gut bekannt waren, stehe ich nun vor der noch groesseren Herausforderung es auch mit wenig Englisch bei den Aerzten zu probieren! Dies darf man, entgegen aller Berichte, wohl doch als Uebrraschung werten.
Zum Glueck habe ich eine ganz liebe “Gabi” gefunden, die mir zur Zeit alles ueberzetzt. So ist wenigstens das Aufnehmen der Patienten moeglich und nett.
Ich bin daher gespannt, was ich noch erleben werde und wie ich mich doch noch sinnvoll einbringen kann.

Enttaeuscht war ich gestern aber hauptsaechlich, weil ich alle Israelis bisher als ueberdurchschnittlich freundlich und offen erlebt habe. Jeder ist gerne bereit einem zu helfen, auch wenn man sich mit Haenden und Fuessen verstaendigen muss (viele Umlaute, wow!). Doch im ER stand ich genau 1.5h herum, bevor sich mir jemand vorstellte oder sich dafuer interessierte, was ich mache – schade.
Heute war allerdings, wie oben ja schon angedeutet, ein besserer Tag und ich bin weiterhin zuversichtlich und freue mich auf die kommende Zeit :)

Das Mittagessen ist tatsaechlich ein wahrer “treat” und das Wetter dann hoffentlich ab morgen auch wieder so warm, das meine Mandeln sich wieder in den Tiefen des Rachens verkriechen ;)

שלום

Von admin, 2. März 2009 20:18

Shalom ihr alle,

Nils kann nicht mit dem Fernseher hier umgehen…aber egal

Der erste Tag war einfach super. Die erste erfolgreiche Intubation gemeistert,  viel durchs Krankenhaus geiirt, und gleich mal ein paar Gespraeche ueber Israel gefuehrt. Das Essen ist einfach fantastisch, die beste Mensa die man sich vorstellen kann.

Leider hat der Regen unsere Nachmittagsplaene im Zentrum in eine Tee+Einkaufszentrum-Alternative geaendert. Aber ab Mittwoch soll es deutlich waermer und sonniger werden, was dann auch ausgenutzt werden muss!

פֶּתַח תִּקְוָה‎

Von admin, 1. März 2009 21:54

We fled the rain today and moved on to Petah Tikva where we found a new home at the Dina Nursing School. This will be our spot for the next month. So far we are very pleased with this accommodation just across the street from Beilinson Hospital.
The lobby is equipped with an antique computer that provides us with free but endlessly slow internet access while Kathrin is checking on the future  nurses (an not me!) as they watch the Israeli VIP Big Brother.

Von gestern sind wir euch auch noch einen Tag Jerusalem schuldig.
Nachdem ueber Nacht unsere Sachen einigermassen trocknen konnten, wappneten wir uns fuer den neuen regnerischen Tag, der aber dann zu unserer Ueberraschung mit einem strahlend blauen Himmel begann. Alle Einzelheisten dazu nun von Kathrin :)

שלום
>> Alles weitere dazu dann wohl doch morgen. dafuer alles auf ivrit!! freut euch! ;)

Nils:
Nachdem wir das gute Wetter nuzten wollten um vom Oelberg aus einen tollen Blick auf die ganze Stadt zu bekommen (und bekamen!) verpatzten wir uns leider einen Besuch der hochrangigen christlichen Heiligtuemer am Fuss des Berges, da diese auf dem Rueckweg bereits geschlossen hatten. Der Ausblick und auch ein erster Blick auf “die Mauer” entschaedigten dafuer allerdings, wie ich meine.

Im Anschluss wanderten wir langsam in Richtung Israel Museum, doch der Regen war schneller als wir. 30 Schekel fuer ein zu teures Taxi aemer und in Hoffnung auf Waerme im Museum wurden wir leider enttaeuscht:  dieses war erst im letzten Gebaude auch warm.

Durch nasse Strassen patschten wir in nassen Schuhen schliesslich in die Neustadt wo wir, wie ich finde, ein wunderschoenes Abendessen hatten. Danke Kathrin!
Aus einem Treffen mit Ralf Ramacher wurde leider nichts mehr, aber es besteht noch Hoffnung, das sich unsere vor seiner Abreise doch noch kreuzen.

Zurueck im Hostel waren wir eigentlich fest entschlossen frueh schlafen zu gehen, aber wie es manchmal ist, war es auf einmal so spaet, das wir doch noch mit einer Tasse Tee und einer deutschen Caro auf meinen Geburtstag anstiessen.

Damit schliesse ich heute: vielen herzlichen Dank fuer all eure lieben Gruesse und Glueckwunsche! Zum Tag selbst dann morgem mehr.
Thanks to all of you who dropped an email tody – even if I just had a few minutes tonight to read through them: this is what I am the most thankful for.

Peace.

Wrap up

Von admin, 12. März 2008 22:00
  1. My German cell phone isn’t working over here but we got a Nepali number: +977 980 370 2548.
  2. Email is really slow. However, I do read my email more or less regularly.
  3. We will be leaving Kathmandu this Saturday or Sunday to go trekking in the Annapurna region.
    This might leave us without internet for the next three weeks!
  4. I will be back in Mainz on April 12th.
     

Hospital update

Originally we planned to stay in neurosurgery our last week.
However, this was more complicated than we first thought. Four German electives would’ve been fine but we didn’t take in account those Japanese-students who are staying this week at our hospital. As this wouldn’t have been enough, the department is misteriously lacking patients …… which left us with just ONE day in the operation theatre (OT) and without any knowledge of neurosurgery.
This made me sad a little bit because the head of the department, Dr. Pant, is a famous person over here and a really nice and fun teacher as well!

Our hospital is also famous for its plastic surgery team. They get a bunch of support from Australia (financially and through visiting doctors) and seem to be doing great work.
Since there was a really nice surgeon from Australia working in the OT we decided to check out their work and were interested from the beginning on. He was willing to explain his work throughout the operation and we told ourseves to be back in the morning. But bad luck continued since a huge operation was cancelled altogether which left is with nothing more than one to go before he left for vaccation!

That way we ended up in internal medicine again.
It just seems like our “Nepali-rounds” get longer and therefore more tireing which isn’t helping our motivation. We got to visit a different hospital at Kirtipur for a couple of hours on Wednesday which was a treat!
Tomorrow will be our last day and I am not sad about it. It was fun working with two of the doctors but since we weren’t able to do ANYthing ourselves (due to a lack of work!!) time gets by very slowly. Further, most of our patients presented with COPD and other chronic conditions (like DM) we weren’t able to treat very well anyway.

Kathmandu

The city was (and is) a great place to spend your time. Three weeks were not enough to fully get to know this amzing place and there are still places and restaurants we want to visit.
At the same time I am ready for a change! In the end you always end up browsing through shops, looking at poor kids or enyoing the crazy traffic or the beautiful and insaine buildings and three weeks is enough of that. It makes you crave for some quiet(!) garden (with GREEN) :D

One thing I was originally planning on writing about – how do we live vs. how to the Nepalis live – turned out to be too hard for me to describe in a propper language and probably needs some more thinking anyway.
Just so much: yes, it’s very poor and it still touches me while at the same time I am always troubled how good everything is for Nepal is supposed to be one of the poorest countries in the world! One thing that probably troubles me the most. Due to a lack of research(-options) I still have very poor knowledge about the “facts”.

From here on…

…everything is up in the air ;)
The plan is to go to Pokhara this weekend, spend a day or two there and then set off for our trek around the Annapurna (a huge mountain massive close by). If we do the whole round-about it will take at least 18 days but there is an option to fly back from a city after 14 days or so. The highest point will be around 5.400m and I’m kind of scared how my body will adapt to this.
The funny things is, even while we plan to be gone for more than two weeks, we haven’t really read up on the trek itself for we were too much “occupied” with everyday-life. So, as I meantioned, from here on my journey will contain a certain amount of not-knowing…
That much we know already: since there will be elections on April 10th (the first after the kings was killed six years ago) we have to (and plan to) be back in Kathmandu a day or two earlier.

Even though I just had some cheese cake and good coffee on a rooftop with the sun at full power, I long to be back in Mainz somehow and just want to take it easy. Some Heimweh, maybe? Not too bad, though! ;) Juts miss my cutie…

You all take care…
…and please keep me posted on your life, too.

Krankenhaus

Von admin, 26. Februar 2008 22:00

Wie sieht unser Tag aus?

Unser Tag beginnt 3x pro Woche um 8:15 Uhr mit einer Konferenz der Inneren, bei der alle Neuaufnahmen der letzten 24h vorgestellt werden. Da wir ca. 25 min zur Arbeit laufen muessen, geht der Wecker etwas frueher…
Die Fruehbesprechung ist an 3 Tagen der Woche sehr kurz und eigentlich ueberfluessig, da nur die Neuaufnahmen mit Namen und Diagnose in schlechtem Englisch vorgestellt werden. An den anderen 3 Tagen der Woche (ja, nur Samstag ist frei!) ist sie hingegen gut, da dann ALLE Neuaufnahme in besserem Englisch vorgestellt werden und ein Oberarzt die Veranstaltung moderiert und uns immer etwas beibringen will.
An diesen Tagen geht es dann schon um 7 Uhr(!) mit einer Lehrvisite los, die besagter pensonierter Oberarzt haelt. Er ist wirklich ein ausgesprochen guter Didakt und ein ganz wunderbarer Mensch und auch ein sehr guter Arzt. Bei ihm steht der Patient wirklich im Mittelpunkt jeder Ueberlegung und er bedenkt sehr viele Aspekte, spricht ein sehr gutes Englisch und …ja… und er ist sehr streng :) Daher ist er auch nicht bei jedem beliebt. Ich selbst finde ich einfach klasse und wuerde mir so viele Aerzte wuenschen! Daher lohnt sich auch das fruehe Aufstehen.
Jeden Dienstag gibt es ausserdem eine kleine Fortbildung von ca. 30min Dauer, die immer eine willkommene Abwechslung ist sein eigenes (Un-)Wissen zu pruefen.

Anschliessend fruehstuecken wir erstmal ein etwas merkwuerdiges Fruehstueck: ein fettiger Dounat mit einem viel zu suessen Schwarztee, aber das fuer unschlagbare 0,25 EUR in der Cafeteria.

Bis 10 Uhr koennen wir Endoskopien mit anschauen.
Heute wurden ganze 4 Stueck in nur 30min gemacht, nebenbei noch 4 weitere Patienten gesehen und gleichzeitig auch schon der Bericht geschrieben und alle Akten ausgefuellt – und das alles in einem Raum von nicht mehr als 8m2 und mind. 6 Leuten!
Ein vertrauliches Gespraech, ein einfuehlsames Gespreach und eine angemessene Hygiene (das Endoskop wird EINMAL mit einem Desinfektionstuch abgewischt) sind so zwar nicht moeglich, “effektiv” war es aber schon, letztendlich standen wir einfach nur staunend da!
Alternativ kann man natuerlich auch nur Kaffee trinken…

Um 10 Uhr findet dann die Visite der Inneren statt.
Da wir alle (unsere) 40 PatientInnen sehen dauert sie gerne 2 Stunden und wird ausschliesslich auf Nepali abgehalten. Das empfinde ich als sehr anstrengend. Wir kriegen die Diagnose in einem Halbsatz auf Englisch mitgeteilt, den Rest versuchen wir uns selbst zusammen zu suchen…

Anschliessend geht es entweder direkt zum Mittagessen in besagter Kantine (hier sagt ein Foto mehr als 1000 Worte) oder es geht weiter mit “Procedures“.
D.h. Aszites punktieren, Pleura punktieren etc. Meist gibt es davon pro Tag ein oder zwei Stueck, von denen wiederum meist nur eine klappt. Bisher haben diese immer die beiden Studenten gemacht, wir schauen (wie immer) nur zu. Dabei werden wir nicht beaufsichtigt, was ich leztendlich fuer sehr schlecht halte.
Da eine Ultraschall-Kontrolle zum Beispiel angeblich zu teuer ist, wird auch mal “blind” in die Lunge gestochen um zu schauen, ob Fluessigkeit kommt. Natuerlich komplett ohne Anaestesie (DANACH gab es eine Tramal-Tablette) oder Gespraech!
Da wir in Nepal sind, dauert das uebrigens mind. 2h und es benoetigt uns 4 Studenten, 4 Studenten der Krankenpflege und alle die sonst noch interessiert sind, wie zB die Angehoerigen anderer Patienten ;) Kein Witz!

Das Krankenhaus selbst ist recht klein, ich habe es ja bereits mal beschrieben. Ich habe erstmal keien Lust ehr zu schreiben, da die Tastatur so schlecht ist, aber werde den Artikel hier noch ausbauen ;)

Hospital & Sunshine on a Friday

Von admin, 22. Februar 2008 22:34
 

Today started out pretty early – at 6.10 a.m. We wanted to be at the hospital by 7 to attend a teaching round by a famous physician. Of course the Germans were the only ones on time! The doctor turned out to be a really nice guy who was super strict with everybody and had very much it’s own way but seems to have great knowledge and talks perfect English and is really interested in teaching good medicine. “We need to talk to each other about our mistakes, because we think we know everything, but in fact we don’t know anything”, was one of his first comments. He has great moral views and explained everything to us. That hour was one of the best I ever had. Unfortunately he only does those rounds every other day for an hour. Otherwise the hospital staff isn’t really interested in translating us anything into English so the regular round is somewhat “lame”. Fortunately, we know a nice Nepali student who is willing to take us with him and who we went to out with after work, too! We had coffee on a really great patio on top of the city. The coffee was pricey but we treated ourselves with real cappuccino and some chocolate cake and enjoyed the warm sunshine and view! Life doesn’t get much better ;) Afterwards we strolled through the backstreets of Kathmandu. While the tourist area around Thamel is really nice and well off, the “real” life still takes place without running water, heat or power. Still, you won’t see many baggers on the streets even though most people live in real poverty and often times don’t own more than a shed and a small fireplace inbetween two stone houses. After dinner tonight, we will be heading to Bakthapur tomorrow – it’s our day off and I’m excited already! Take care folks…

Panorama Theme by Themocracy