Geburtstagsfeiern: Party, Bonfire & Ski fahren
Meine Geburtstagsfeier fand (zumindest für mich aus zwei Gründen
überraschend) am Freitag vor meinem Geburtstag statt. Herzliche Glückwünsche
wünscht man sich hier schon lange VOR dem eigentlichen Geburtstag – was
bei uns ja doch irgendwie mit Unglück verbunden wäre und nicht üblich
ist. Nichts desto trotz war ich auch überrascht, eine Party von meinem
Freunden geschmissen zu bekommen, von der ich nichts wusste!
Nach meinem Arbeitstag in der Food Bank brachte mich Mikki ins Freiwilligenhaus,
nichts ungewöhnliches – bis die Türen aufsprangen und alle mit einem
"Happy Birthday" begrüßten. Alle ware alle meine Arbeitskollegen
vom Milagros (sogar unser Manager Will hatte einen Kuchden gesponsert) und
alle Freiwilligen. Heidi hatte sogar Sekt gekauft =) Andere Leute hatten gekocht
und so war es ein nettes Zusammenkommen, unter dem Motto "happy 5th Birthday"
und ich bekam das ein oder andere Spielzeugauto…
Am Samstag Abend fuhren einige Leute vom Murphyhouse zu Luette’s neuem Haus
außerhalb der Stadt. Luette’s Freiwilligenzeit hört nächste
Woche auf und so zog sie mit ihrem Freund in eine kleine Hütte auf einer
Farm, die malerisch schön ist. Zwar gibt es nur zwei Zimmer (ein Wohnzimmer
mit Küche und ein Schlafzimmer mit Badezimmer) was die Party mit 20 Leuten
und 10 Gläsern allerdings sehr gemütlich machte und nur fünf
Minuten warmes Wasser sowie keine Heizung, aber so ist das hier außerhalb
der Stadtgrenzen… Wir hatten ein großes Feuer neben der Büffelwiese
angezündet und irgendwie hatte es eine große Atmosphäre -
Hühner, Büffel und Pferde neben sich, ein großes Feuer vor
sich und einen sternklaren Himmel über sich. Wir spielten in der Werkstatt
des größeren Farmgebäudes Kicker bis Mitternacht und hatten
eine gute Zeit.
Sonntag morgens ging es dann schon früh los. Wegen eines Anrufs musste
ich schon um 6:45 Uhr aufstehen bevor wir um 7:30 Uhr nach Wolf Creek zum
Skifahren aufbrachen. Als wir dort gegen 9 Uhr ankamen, strahlte die Sonne
von einem blaunen Himmel. Gegen Mittag hatte sich diese allerdings hinter
schwarzen Wolken versteckt und als wir gegen 4 Uhr nach Alamosa aufbrachen,
schneite es tonnenweise herab und die Temperaturen waren weit unter den Gefrierpunkt
gefallen! Dennoch war es wunderbar gewesen noch einmal Ski zu fahren, auf
wunderschönen Pisten, auch wenn der Nachmittag auf Grund von Nebel und
eisiger Kälte (-10°C) nicht der schönste war.
Zu Hause angekommen hätte ich direkt ins Bett fallen können, aber
Mikki, die den Tag zu Hause geblieben war, hatte für mich ein Dinner
gekocht: Steak, zweifach gebackene Kartoffeln und eine Gourmet-Salat warteten
auf mich an einem kleinen Tisch mit vielen Kerzen! Was ein guter Ausklang
eines rundum schönen Tages, so dass ich später umgehend in tiefen
Schlaf fiel – für sechs Stunden…